Übung – Bergung von Personen

Löschbezirk Süd übt Personebergung im unwegsamen Gelände

Eine verunfallte Person im Wald, sind Einsätze, die auch in Ortenberg immer mal wieder vorkommen können. Sei es ein Verletzter Waldarbeiter, ein Grundstückseigentümer, eine Person in hilfloser Lage oder Spaziergänger, immer wieder kommt es auch zu Unfällen im Wald.

Oft findet man die Verletzten nicht auf dem Waldweg, sondern teilweise im Wald selbst. Solch ein Szenario übte der Löschbezirk Süd der Feuerwehren der Stadt Ortenberg bestehend aus den Feuerwehren Bergheim und Bleichenbach am vergangenen Sonntag. Angenommen wurde ein Verletzter Waldarbeiter auf einer steilen Böschung ca. 20m oberhalb eines Waldweges. Nachdem durch aneinanderstecken von 10 Steckleiterteilen ein Zugang zum Patienten gegeben war, wurde die Erstversorgung eingeleitet. Daraufhin wurden Möglichkeiten ausprobiert, um den Verletzten schonend und patientengerecht wieder auf den sicheren Waldweg zu bringen, wo er dann an einen Rettungswagen übergeben werden kann. Auf den Fahrzeugen der beiden Wehren befinden sich eine Schleifkorbtrage, Spineboard, der Mehrzweckzug, Feuerwehrleinen, Absturzsicherung und vieles mehr, was man für eine Rettung aus schwierigem Gelände benötigt. Mit der Schleifkorbtrage und dem Mehrzweckzug bauten die Feuerwehrkameraden eine Seilbahn. Hierfür wurde auf Höhe der Unfallstelle das Seil des Merzweckzuges mittels einer Bandschlinge an einem großen stabilen Baum angeschlagen, auf dem Waldweg wurde das LF16TS der Bergheimer als Festpunkt angenommen. Eine weitere geübte Lösung war das Ablassen der Schleifkorbtrage auf der bereits als Aufstieg genutzten Steckleiter. Bei der Übungsnachbesprechung wurden die Vor- und Nachteile der beiden Varianten besprochen. Hierbei kam heraus, dass die Seilbahnmethode die schonendere und die Steckleitervariante die schnellere ist. Die Wehrführer bedankten sich im Anschluss nochmals bei Heiko Oertel für die Ausarbeitung der anspruchsvollen Übung. 

Text & Bilder: Nicolai Lotz (Feuerwehr Bergheim)


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