Neuer Ehrenvorsitzender

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ortenberg e.V.

Die Freiwillige Feuerwehr Ortenberg hat einen Ehrenvorsitzenden. Auf der Jahreshauptversammlung wurde dem langjährigen Vorsitzenden und Wehrführer in Anerkennung seiner vielfältigen Verdienste um die Ortenberger Feuerwehr dieser im Rahmen der Satzungsüberarbeitung 2017 neu geschaffene Ehrentitel verliehen. Über 40 Jahre hat Zahn im Vorstand gewirkt, war fünf Jahre lang zweiter Vorsitzender und stellvertretender Wehrführer, 20 Jahre lang Vorsitzender und Wehrführer, hat die Feierlichkeiten zum 100-jährige Bestehen ebenso mit organisiert wie jene zum 125-jährigen und 130-jährigen, war in der Jugendarbeit engagiert und hat Verein und Einsatzabteilung über Jahrzehnte durch sein Wirken geprägt.

Auch in den kommenden fünf Jahren wird er dem Vorstand als Beisitzer angehören, denn im Rahmen der Neuwahlen wurde er in seinem Amt bestätigt. Weitere Ehrungen gab es für Wilfried Zahn, der ebenfalls auf mehr als 40 Jahre Vorstandsarbeit zurückblicken kann, unter anderem federführend die Erstellung der Festschriften zum 100-jährigen und 125-jährigen Bestehen betreut hat, eine feste Größe bei der Organisation sämtlicher Veranstaltungen und Vereinsausflüge der Feuerwehr war und außerdem als „Geburtstagsbeauftragter“ fungierte. Präsent und Urkunde erhielt auch Christian Zahn, der auf Grund seiner Position als Kreisjugendwart im Wetteraukreis nicht mehr für sein Amt als Ortenberger Jugendwart kandidierte. 20 Jahre lang war er in der Jugendarbeit der Feuerwehr Ortenberg engagiert und hat diese auf hohem Niveau betrieben. Dass die Jugendfeuerwehr Ortenberg zu den führenden Jugendfeuerwehren im Wetteraukreis zähle, sei seiner guten Ausbildungsarbeit zu verdanken. Zweimal wurden die Ortenberger unter seiner Führung Dritte bei den Hessischen Landesmeisterschaften.

Ehrungen gab es auch für treue Vereinsmitglieder. Für 25 Jahre passive Mitgliedschaft wurden Isolde Schäfer, Kornelia Betz und Karl Hinterseer geehrt, für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft Helwig Hampl und Erhard Zahn und für 60-jährige aktive Mitgliedschaft Otto Schumm, der auch das Ehrenzeichen in Gold am Bande erhielt. Für 65-jährige passive Mitgliedschaft wurde Wilhelm Michel ausgezeichnet und für 75-jährige passive Mitgliedschaft Horst Herbst, der früher jedoch auch aktiver Feuerwehrmann war.

In ihrem Jahresbericht hatten Vereinsvorstand und Wehrführung einen Rückgang der Zahl der Aktiven um fünf Personen auf 42 verkünden müssen. Die Ehren- und Altersabteilung ist mit 31 Aktiven konstant geblieben, die Zahl der passiven Mitglieder leicht auf 252 gesunken. Bedenklich sei aber deren Durchschnittsalter von rund 61 Jahren. Im abgelaufenen Jahr hatten die Feuerwehren des gemeinsamen Hauses in Selters 57 Einsätze zu absolvieren, die insgesamt 1662 Personalstunden kosteten, von denen rund 543 auf die Kräfte aus der Kernstadt entfielen. Erneut lag die Zahl der Hilfeleistungen höher als die der Brandeinsätze, jedoch waren unter den Brandeinsätzen auch einige größere wie drei Zimmerbrände, ein Wohnhausbrand und eine brennende Feldscheune. Es wurden 25 Ausbildungs- und Übungsveranstaltungen im gemeinsamen Feuerwehrhaus abgehalten, 17 Feuerwehrleute, davon sechs aus der Kernstadt, besuchten Lehrgänge und Weiterbildungsveranstaltungen. Insgesamt brachten die Aktiven aus der Kernstadt 1743 Stunden für Brandeinsätze, Hilfeleistungen, Brandsicherheitsdienste, Übungen, Lehrgänge, Sitzungen, Versammlungen und Jugendarbeit auf. Zu den Vereinsaktivitäten zählten die Organisation eines Kappenabends, die Teilnahme an „Ortenberg rockt“ auf dem Marktplatz, Grillfest und Kameradschaftsabend sowie die Jahresabschlusswanderung. Das traditionelle Schlachtessen musste leider ausfallen, ist aber für 2019 wieder in der Planung. Außerdem sanierten etliche Aktive den Innenraum ihres „Feuerwehrhäusis“, was ebenfalls mit rund 100 Stunden zu Buche schlug. Insgesamt bilanzierten Julien und Marcel Zahn stetig ansteigende Anforderungen an die Einsatzkräfte und ein umfangreicher werdendes Einsatzspektrum bei gleichzeitig rückläufiger Zahl der Einsatzkräfte, was zu einer stark gefährdeten Tagesalarmsicherheit führe. Darüber hinaus sei immer mehr Verwaltungsarbeit zu leisten, und bei Festlichkeiten fehlten die Helfer.

Jugendwart Christian Zahn berichtete von den Aktivitäten der 17 Jugendlichen, die am Jahresende in der Jugendfeuerwehr des gemeinsamen Hauses aktiv waren – acht weniger als im Vorjahr. Bei der feuerwehrtechnischen Ausbildung lag der Schwerpunkt in der Ausbildung nach dem Bundeswettbewerb für die Jugendfeuerwehren und der damit verbundenen intensiven Vorbereitung auf die Kreiswettbewerbe und den erstmals durchgeführten St. Florians Oberhessen-Pokal. Unter anderem gewannen die Ortenberger wieder den Günter-Vogt-Pokal und wurden beim Kreisentscheid Dritter. In den Sommerferien fand ein dreitägiges Zeltlager am Edersee statt. Lobend erwähnte Christian Zahn die gute Beteiligung an Gruppenstunden, Übungen und Wettbewerben, die zwischen 80 und 90 Prozent lag. In der von Myriam Emrich, Michelle Schmied und Astrid Doß sowie Jennifer Löwer und Amy Tross betreuten Kindergruppe „Feuerlöscher“ lernen elf Kinder zwischen sechs und zehn Jahren das Thema Feuerwehr von der spielerischen Seite kennen. Der Tätigkeitsschwerpunkt der Ehren- und Altersabteilung lag im Besuch von Oldtimer-Ausstellungen und -Treffen, bei denen die Ortenberger auch teilweise ihr eigenes historisches Fahrzeug präsentierten. Auch die allgemeine Vereinsarbeit wurde von den „alten Herren“ tatkräftig unterstützt.

Bei der Vorstandswahl wurden Vorsitzender Marcel Zahn und sein Stellvertreter Julien Zahn in ihren Ämtern bestätigt, ebenso Rechner Bernd Kirschner. Schriftführerin bleibt Dina Lombardi, zu ihrem Stellvertreter wurde Dr. Detlef Pantring gewählt. Beisitzer sind Erhard Zahn, Christian Zahn und Carlo Piccolo. Wehrführer und Stellvertreter bleiben Marcel und Julien Zahn, das Amt des Jugendwartes übernimmt Peter Pantring und Sprecher der Ehren- und Altersabteilung bleibt Dietmar Hillebrecht.

Text & Bilder: Ortenberger Stadtkurier


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