Feuerwehren Ortenberg und Büdingen sind Feuerwehr des Monats

Am 19. März 2015 zeichnete Staatssekretär Werner Koch ein Gemeinschaftsprojekt der beiden Feuerwehren Ortenberg und Büdingen als Feuerwehr des Monats Februar aus. Sie brachten Menschen mit geistiger Behinderung Brandschutzvorsorge und das richtige Verhalten bei einem Brand bei.

Das alles begann, als die Einrichtung „Heim und Werkstätten Rauher Berg e.V.“ in Gelnhaar in der rund 50 Menschen mit geistiger Behinderung wohnen bei den Brandschutzerziehern der Städte Büdingen und Ortenberg anfragte, ob eine Brandschutzunterweisung für ihre Schützlinge möglich sei. Die beiden Freiwilligen Feuerwehren stellten sich dieser Aufgabe, fertigten gemeinsam ein Konzept und stimmten es mit den Verantwortlichen der Behinderteneinrichtung ab. Geplant und umgesetzt wurden schließlich drei Unterrichtseinheiten, ein Aktionstag und eine Abschlussübung.

Für das Konzept und die Umsetzung erhielten sie von Staatssekretär Werner Koch die Auszeichnung. „Sie haben diese besondere Herausforderung angenommen, super geplant und toll umgesetzt – und dies gilt es heute zu belohnen“, lobte Werner Koch die beiden Feuerwehren. Dem Lob konnten sich die anwesenden Ehrengäste nur anschließen.

„Geplant war eine Unterweisung mit 25 bis 30 Teilnehmern. Dass am Ende über 50 Teilnehmer unterwiesen wurden, zeigt das sehr große Interesse der Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtung am Thema Feuerwehr“, berichtete Brandschutzerzieher Burghard Emrich aus Ortenberg.

Das Interesse der Bewohnerinnen und Bewohner war viel größer als gedacht und sie haben viel gefragt und mitgemacht. Die Übungseinheiten wurden genau auf die Bedürfnisse der Bewohner abgestimmt, und an ihre Möglichkeiten und vor allem ihre Fähigkeiten angepasst. Das Team der Brandschutzerziehung erklärte alle Gefahren, die ein Feuer und der damit verbundene noch viel gefährlichere Rauch mit sich bringt. Einzelne Experimente verdeutlichten dann auch noch anschaulich, was Feuer anrichten kann. Die Bewohner vom „Rauhen Berg“ waren sehr aufmerksam, aktiv und arbeiteten interessiert mit. „Sie haben hier ein tolles Gemeinschaftsprojekt auf die Beine gestellt, das auch anderen Feuerwehren in Hessen ein Beispiel sein kann, denn den Bedarf gibt es ganz sicher an vielen Orten“, sagte Koch bei der Feierstunde.

Besonders zu erwähnen ist die gute Zusammenarbeit zwischen den Büdinger und den Ortenberger Brandschutzerziehern. Zwar ist die Zusammenarbeit bei Einsätzen schon Normalität, doch die Zusammenarbeit bei einer Brandschutzunterweisung war eine Premiere. So gestalteten den Aktionstag je sechs Ortenberger und Büdinger Kameradinnen und Kameraden.

„Wir haben aber nicht nur Wissen zu den Menschen im „Rauhen Berg“ gebracht, sondern auch sehr viel für uns mitnehmen können“, sagte Gerd Wagner aus Büdingen abschließend.

Text: Feuerwehr.Hessen.de
Bild: Kreis-Anzeiger


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