GABC Dekon-P Übung unter realen Bedingungen

GABC-Dekon-Zug übt unter realen Einsatzbedingungen.

Am Dienstagabend den 07.09.2021 stand auf dem Dienstplan der GABC Dekon-Einheit das Thema „Einsatzübung“. Die beiden Zugführer des GABC-Dekon-Zuges, Andreas Jöckel und Julien Zahn planten für diese Übung ein ganz besonderes Szenario. Denn bei dieser Übung, sollte die Mannschaft den sogenannten Dekon-Platz komplett aufbauen und unter realen Bedingungen betreiben

Der Dekon-Platz sollte nach dem „Wetterauer-Konzept“ mit Erweiterung um die Ein-Personen-Dusche komplett Betriebsbereit in ca. 20 Minuten aufgebaut und mit dem Personal zur Dekontamination versehen werden. Denn Das Wetterauer-Konzept sieht vor, den Dekon-Platz in drei Teile zu unterteilen. Im ersten Teil, dem Rot-Bereich werden die kontaminierten CSA-Träger oder auch Zivil-Personen, die mit gefährlichen Stoffen in Berührung gekommen sind, mit einer speziellen Reinigungslösung dekontaminiert bzw. abgewaschen. Im zweiten Bereich, dem Gelb-Bereich, werden dann die CSA-Träger entkleidet und die Chemikalienschutzanzüge (CSA) verpackt. Im Anschluss werden die CSA-Träger in den letzten, dem Grün-Bereich weitergeleitet. Hier ziehen sich die Feuerwehrleute um, oder die Zivil-Personen werden ggf. weiter betreut. Für den Rot- und Gelb-Bereich müssen jeweils zwei Feuerwehrleute in speziellen Schutzanzügen bereitgestellt werden. Denn im Einsatzfall, alarmiert die Zentrale Leitstelle des Wetteraukreises, den GABC-Dekon-Zug bei größeren Schadenslagen im GABC-Schadensfall.

Bei der Einsatzübung, kam noch erschwerend hinzu, dass der Bereich, an dem der Dekon-Platz aufgebaut werden sollte, räumlich sehr begrenzt und abschüssig war. Trotz der zusätzlichen Herausforderung gelang die der Mannschaft sehr gut. Etliches Equipment, das zum Betreiben des Dekon-Platzes notwendig ist, musste sehr überlegt und organisatorisch durchdacht aufgebaut werden.

Zusätzlich zum Dekon-Platz wurden auch CSA-Träger in der Übung eingesetzt. Diese mussten verschiedene Aufgaben bei der Einsatzübung absolvieren, wie zum Beispiel: Umfüllen von Flüssigkeiten, das Aufsammeln von Gegenständen und ein Geschicklichkeitsspiel absolvieren, um die Koordination und Fingerfertigkeit im Schutzanzug zu verbessern. Denn Atemschutzgeräteträger, die die Zusatz Ausbildung für das Tragen von Chemikalien-Schutzanzug besitzen, müssen einmal im Jahr eine Belastungsübung unter Einsatzbedingungen absolvieren, damit sie einsatzbereit bleiben.

Die beiden Zugführer, ziehen eine sehr positive Bilanz aus dem Verlauf dieser Übung. Dennoch wurden verschiedene kleinere Verbesserungspotentiale entdeckt. Diese gilt es in weiteren Übungen mit einzuarbeiten.

Bilder: GABC-Dekon-Zug


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