Gemeinschaftsübung in der engen Altstadtbebauung

Ende September fand eine Gemeinschaftsübung der Feuerwehr Ortenberg-Mitte gemeinsam mit dem Löschbezirk Süd und dem Einsatzleitwagen 1 aus Lißberg statt. Als Übungsszenario wurde ein Brand hinter dem Alten Rathaus in der engen Ortenberger Altstadt angenommen.

Die Einsatzkräfte fanden folgende Lage vor: Durch einen Brand im rückwärtigen Bereich war Rauch in das Gebäude eingedrungen. Im Inneren befanden sich noch mehrere Personen, die sich nicht mehr selbstständig in Sicherheit bringen konnten.

Unter Atemschutz gingen die Einsatzkräfte in das Gebäude vor, um die eingeschlossenen Personen zu retten. Parallel dazu wurde die Brandbekämpfung im rückwärtigen Bereich eingeleitet. Die Wasserversorgung für den Löschangriff wurde über den Mühlbach sichergestellt.

Ein besonderes Augenmerk lag bei dieser Übung auf der praktischen Anwendung der relativ neuen Standardeinsatzregel für die Altstadt. Gerade die enge Bebauung und die begrenzten Platzverhältnisse stellen die Feuerwehr im Einsatzfall vor besondere Herausforderungen. Durch die gemeinsame Übung konnten die Abläufe und die Zusammenarbeit der beteiligten Einheiten unter realitätsnahen Bedingungen trainiert werden.

Leider zeigte sich erneut, dass falsch oder ungünstig abgestellte Fahrzeuge die Anfahrt und das Durchkommen der Einsatzfahrzeuge erheblich erschweren können. Gerade in den engen Straßen der Altstadt ist es deshalb besonders wichtig, Fahrzeuge so abzustellen, dass ausreichend Platz für Feuerwehr und Rettungsdienst bleibt. Im Ernstfall können wenige Minuten entscheidend sein.

Ein herzlicher Dank gilt Willibald Goldbach und Christoph Leinberger für die Organisation und die sorgfältige Ausarbeitung der Übung. Ebenso bedanken wir uns bei allen beteiligten Einsatzkräften für ihre Teilnahme und die gute Zusammenarbeit.


Bildergalerie:

Text: Svenja Guthmann (Feuerwehr Ortenberg-Mitte)
Bilder: Willibald Goldbach (Feuerwehr Ortenberg-Mitte)

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